Valladolid

valladolid

Valladolid (319.946 Einw.) ist die größte der Städte Kastiliens und Leóns, mit einer Geschichte, deren Höhepunkt erreicht wurde, als sie Hauptstadt Spaniens zu Zeiten des Imperiums war. Ihre Lage, im geografischen Zentrum der nördlichen Hochebene Meseta Norte, gestattet Abstecher zu anderen Städten in Kastilien und León, dank der ausgezeichneten Verbindungen. Ihre Universitätstradition geht bis auf das 14. Jahrhundert zurück und verleiht der Stadt ein studentisches Ambiente, das sich nahtlos in den Charakter der Stadt einfügt. Valladolid erfuhr eine bedeutende industrielle und demografische Entwicklung während der letzten 50 Jahre, die sie zu einer modernen Stadt machen, welche aber trotzdem ihre repräsentativsten Denkmäler zu erhalten gewusst hat, unter denen die Kathedrale und die Fassade der Universität hervorgehoben werden können. Zahlreiche Kirchen wie die des Heiligen Paulus (mit eindrucksvollem Haupttor), die Alte (Symbol der Stadt dank ihrer Schlankheit ohne Gleichen), die Magdalena oder Vera Cruz. Auch Adelspaläste wie der der Pimentel, der Fabio Nelli, der Königliche Palast oder der von Santa Cruz, sowie Konvente wie das von Porta Coeli, der Brígidas oder Santa Clara.

Lage

Die Provinz Valladolid hat eine Fläche von 8.202 km2. Ihre Hauptstadt ist Valladolid. Sie zählt 513.712 Einwohner (laut Daten aus dem Jahr 2005). Sie grenzt: im Norden an die Provinz Palencia, im Osten an die Provinz Burgos, im Südosten an die Provinz Segovia, im Süden an die Provinz Ávila, im Südwesten an die Provinz Salamanca, im Westen an die Provinz Zamora und im Nordwesten an die Provinz León. Außerdem nennt sie eine kleine Enklave zwischen den Provinzen León und Zamora ihr Eigen. Sowie einen kleinen Gebietseinschluss in der Provinz León.

Geschichte, Kunst und Kulturerbe

Valladolid ist eine Stadt, die ferner durch ihr Kultur- und Museumsangebot besticht. Das Nationale  Bildhauereimuseum ist eines der eindrucksvollsten Spaniens, mit einer unnachahmlichen Auswahl an vielfarbigen Skulpturen, sowie Figuren der Prozessionen der berühmten Karwoche. Am anderen Ende der Kunstgeschichte, stellt uns das Museo Patio Herreriano in einem hübschen historischen Rahmen ein breit gefächertes Panorama der besten zeitgenössischen spanischen Kunst vor. Zahlreiche kulturelle Aktivitäten stehen tagtäglich auf dem Programm der Stadt, ganz besonders im Sommer. Für die Liebhaber der Werke des Schriftstellers Miguel Delibes, führt die Route des Ketzers zu den Schauplätzen des letzten und vielleicht stilsichersten seiner Romane.

Freizeit und Gastronomie      

Typisch ist, die Gastronomie der Provinz Valladolid in den „Bodegas" außerhalb der Orte zu kosten, diese Keller wurden von Alters her zur Aufbewahrung des Weins genutzt und sind heute Gastwirtschaften mit volkstümlichem Charakter. Wie in der ganzen Zone ist der Lammbraten „cordero asado" (hier auch „lechazo" genannt), begleitet von einem schmackhaften Salat, die beste Wahl.

Typische Gerichte aus Valladolid:
  • Cangrejos (Krebse)
  • Gallina en pepitoria (Huhn in einer Sauce aus Zwiebel, Knoblauch, Mandeln und Wein, mit Eigelb legiert)
  • Lechazo asado (Lammbraten)
  • Sopas de ajo (Knoblauchsuppen)
  • Conejo (Kaninchen)
  • Gallo turresilano (Huhn nach der Art von Tordesillas)
  • Pichones estofados (geschmorte Täubchen)

In der Nähe der Stadt

Es gibt verschiedene Streifzüge, die man in der Provinz unternehmen kann: die Zone der Montes Torozos und das Ethnographische Museum von Urueña; Olmedo mit seiner historischen Umgebung und der Mudéjar-Themenpark; Medina del Campo und sein Museum der Viehmärkte. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch der Burgen der Provinz, speziell die von Peñafiel, ein Eindruck erweckender Bau hoch auf dem Berg, der das Provinzmuseum des Weins beherbergt. Der Rebensaft, Ribera del Duero, ist eine Konstante in dieser Zone, die auch noch drei weitere Herkunftsbezeichnungen aufzuweisen hat: Toro, Rueda und Cigales.

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Lage

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